Mit ihren Siegen bei allen bisher bestrittenen Turnieren seit 1989, und dem neuerlichen Erfolg am vergangenen Wochenende in Ludwigshafen, bestätigte die Stechergarde der KG Rot-Weiß »Die Stecher« Rülzheim erneut ihren Deutschen Meistertitel im Gardetanz. Beim bundesweit ausgeschriebenen 30. Qualifikationsturnier in der Friedrich-Eberthalle in Ludwigshafen belegte sie bei 27 gemeldeten Tanzgarden mit der Tageshöchstwertung von 451 Punkten den glänzenden ersten Platz.

Für diese stolze Leistung durfte der amtierende Pfalz- und Deutsche Meister außer dem vom Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl gestifteten Ehrenteller für den Sieg auch den Wanderpokal für die Tagesbestleistung entgegennehmen. Die Tanzgarde kann aus Kostengründen nicht an jedem ausgeschriebenen Turnier teilnehmen, sonst wären diesen beiden noch weitere Siegestrophäen hinzuzufügen. Die K.G.R. ist stolz auf die Leistungen ihrer Stechergarde, deren herausragende Choreographie von der Trainerin Karin Franck-Löhle stammt, die sie seit 1975 Schritt für Schritt zum Erfolg führte.

Nachwuchssorgen kennt die Tanzgarde nicht, denn zur Zeit besteht die Rülzheimer Tanzgruppe aus 29 talentierten Tänzerinnen. Auch für die Zukunft braucht dem Verein nicht bange sein, denn Jugendarbeit wird bei der K.G.R. groß geschrieben, und so rücken nach und nach die Mädchen der Juniorengarde in die Reihen der Stechergarde nach.

Bei der gleichen Veranstaltung tanzte Tanzmariechen Sandra Gundal in der mit 24 Bewerberinnen aus dem gesamten Bundesgebiet zahlenmäßig stark besetzten Juniorendisziplin in die Siegerränge. Bravourös und mit großem tänzerischen Elan wirbelte sie mit ihrem Mariechentanz über die Bühne und ertanzte sich mit zugesprochenen Höchstnoten und erreichten 448 Punkten einen ausgezeichneten dritten Platz im großen Teilnehmerfeld. Auch hier musste sich Sandra Gundal wiederum nur weitaus älteren Konkurrentinnen geschlagen geben, die schon über Jahre hinweg der Spitzenklasse zuzuordnen sind. Was eigentlich nach dem Wechsel von der Jugend- in die Juniorenklasse als »Lehr- und Aufbaujahr« geplant war, kann wohl schon heute als »vollerfülltes Programm« abgehakt werden.

Zufriedenheit äußerte auch ihre Trainerin Simone Seiler, die übrigens in der Seniorenkonkurrenz der Tanzmariechen gewann, über ihren Schützling. Mit dem Erreichen der Qualifikation des Halbfinales in Saarlouis hat Sandra ihr für dieses Jahr nicht in Erwägung gezogenes »Plansoll« bereits mehr als erfüllt,

Auch bei ihrem sechsten Turnierstart der diesjährigen Saison glänzte Simon Ortega mit einem hervorragenden Klassensieg in der Jugenddisziplin. Die Auslosung hatte für die Deutsche und Europameisterin die ungünstige Startnummer eins zur Folge, doch bedeutete es für Simone kein Handicap, sich als Erste den gestrengen Augen der Jury zu stellen. Selbstbewusst und mit Überzeugungskraft setzte sie den Maßstab für die nachfolgenden Mitstreiterinnen. Am Ende der umfangreichen Jugendkonkurrenz stand sie wieder einmal als souveräne Siegerin fest, mit elf Punkten Abstand zur Zweitplanierten und der Gesamtwertung von 449 Punkten.

Damit hält sie noch immer unangefochten die Spitze der bundesdeutschen Jugendtanzmariechen. Es mangelte auch bei diesem Turnier nicht an Komplimenten für ihre Trainerin Nicole Wolff für die ausgezeichnete Choreographie und die ausgewogene Kombination von tänzerischen wie auch sportlichen Glanzpunkten in ihrem Mariechentanz. Jugendklasse wirbelt, setzte ihre Siegesserie mit 449 Punkten bei ihrem sechsten Start und dem sechsten Sieg erfolgreich fort.