Harder ließ die vergangenen drei Jahre Revue passieren. Als einschneidendes Ereignis prägte der Golfkrieg die „ausgefallene" Kampagne. Er schädigte neben seinen schrecklichen Begleiterscheinungen auch den Haushalt des Vereins. In diesem Zusammenhang verwies Harder stolz auf die Entscheidung des Beirates der KGR, die nach der zauderhaften Stellungnahme des Präsidenten des BDK Heinz Wacker eine mutige Entscheidung fällte und alle Veranstaltungen absagte.

Die umliegenden Vereine schlossen sich dem an. Aus diesem Grund verlängerte das fast arbeitslose Prinzenpaar um ein Jahr. Gerade in dieser Zeit verbuchten die Garden und Tanzmariechen mit Pfalz-, Deutschen-, und sogar erstmals sogar Europameisterschaften die größten Erfolge in der Geschichte der KGR.

Ein Höhepunkt bildete der glanzvolle Empfang am 1. Januar 1991, der zusammen mit Bürgermeister Helmut Braun veranstaltet und als Ersatz für die zuletzt rückläufige Resonanz des Krönungsballs gedacht war. Vielseitige Aktivitäten prägten das abgelaufene Vereinsjahr der KGR. Selbstverständlich durfte die zünftige Saisoneröffnung am 11. November in der Narrenburg nicht fehlen, und das traditionelle Heringsessen am Aschermittwoch beschloss die Kampagne. Edi Harder dankte der Feuerwehr Rülzheim, die anders als die verpflichteten Musikkapellen keine Schadensersatzforderungen erhob.

Schriftführer Manfred Wolff ließ Zahlen sprechen. Der KGR gehören zur Zeit 397 zahlende Mitglieder an, wobei sich die Zahl in den letzten Jahren ungemein steigend entwickelte.

Aufgrund des bekannten Zwischenfalls, das ein tiefes Loch in der Kasse des Vereins hinterließ, berichtete der Rechnungsführer Gerhard Wüst von zumeist roten Zahlen. Jedoch steht die KGR auf gesunden Beinen, und so manche Ausgaben dürfte sich in der folgenden Kampagne amortisieren. Die Kassenprüfer Christa Hartmann und Jürgen Schwab bescheinigten ihm eine vorbildliche Kassenführung.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands standen die Neuwahlen auf der Tagesordnung, wozu Peter Kupper als Wahlleiter fungierte. Ging die Wahl des Vorstands ohne personelle Änderungen zügig voran, so musste Kupper aufgrund der Vielzahl von Bewerbern für den Beirat eine Mammutauszählung vornehmen. Das Ergebnis der Neuwahlen lautet: erster Vorsitzender Edi Harder, steilvertretender Vorsitzender Norbert Weber, Schriftführer Manfred Wolff, Rechnungsführer Gerhard Wüst. Den Beirat bilden folgende Personen: Ralf Diehl, Werner Heise, Norbert Jochim, Hans Gundal, Manfred Leingang, Rudi Löhle, Karlheinz Pfeiffer, Jürgen Rund, Günter Seither, Ewald Schäfer, Klaus Tüllmann, Rudi Weber, Josef Wolff, Ursula Wolff und Ludwig Ziehl. Zu Kassenprüfer wurden erneut Christa Hartmann und Jürgen Schwab ernannt.

Dem Ehrenrat gehören wie bisher Werner Brandl, Edelbert Deutsch und Franz Gehrlein an. Unter dem letzten Tagesordnungspunkt empfahl der neue und alte Vorsitzende Edi Harder das Amt des Pressewarts einzurichten. Es wurde mit Klaus Stubenrauch besetzt. Harder verwies auf das nächste Großereignis, das Heimatfest im Juni, wo der Verein im Anwesen Zimmermann/Lager Raiffeisenbank die „Barbarossa-Schänke" bewirtet. Zwar sind mehrere Helfer schon seit Wochen an der Arbeit, doch bei „Wirtschaftsminister" Manfred Leingang und dem „Einsatzleiter" Norbert Weber, sind helfende Hände weiterhin gefragt.