Die Narren der KGR, immer für Überraschungen gut, haben am 11.11. um 11.11 Uhr in der Nacht kräftig zugeschlagen. Im Schützenhaus hatte man sich versammelt, um die Eröffnung der Saison wie alljährlich im fast internen Rahmen zu begehen. Den Vorankündigungen in der Heimatpresse konnte man entnehmen, dass in der diesjährigen Kampagne "Indische Nächte" stattfinden den und am 11.11. das schönste Kostüm unter diesem Motto entspricht, prämiert wird.

Als 1. Preis war angekündigt, dass die Preisträgern mit dem neuen Prinzenpaar der kommenden Kampagne einen Ehrentanz hat. Die Ankündigung hatte offensichtlich niemand so recht ernst genommen. Da kennt man aber die Verantwortlichen der Programm-Abteilung schlecht. Nachdem der 1. Vorsitzende Harder unter stürmischem Applaus dem Publikum verkündet hatte, dass der 1. Preis einstimmig dem noch amtierenden Prinzenpaar Klaus I und Yvonne I zugesprochen wurde, verkündete Sitzungspräsident Kurt Kupper die Sensation. "Ehrentanz des neuen Prinzenpaares Maharadscha Gerhard und Maharani Gabi."
Wer gerade beim Essen war, dem blieb der Brocken im Hals stecken. Wer das Glas zum Mund führte ließ es vor Überraschung fallen. Das hat es in der Geschichte der KGR noch nicht gegeben, ein Prinzenpaar bereits am 11.11. Unter den Klängen einer orientalischen Weise zogen dann auch die Erlauchten unter dem Beifall des wieder zur Besinnung gekommenen Publikums ein und absolvierten den versprochenen Ehrentanz mit den Preisträgern.

Anschließend stellte der Sitzungspräsident das Maharadscha-Paar näher vor und erklärte die hohen Anforderungen die für Wahl des neuen Herrschers Voraussetzungen waren. Man suchte in Rülzheim den Prinzen, der einem Maharadscha in vielen Eigenschaften möglichst nahe kam. Als Äußeres wurde mindestens ein kleiner Bauch, brauner Teint sowie pechschwarze Haare gefordert. Hoheit verkündete höchstpersönlich: "Ham mer" Ein Maharadscha muss laut schnarchen können! "Hoheit: "Ham mer"! Angeln muss er können besonders Backfische! Hoheit: "Ham mer". Vorstand muss er gewesen sein! Hoheit: "Ham mer". Von Fußball darf er keine Ahnung haben. Hoheit: "Ham mer". Er muss eine Lieblingsfrau haben. Hoheit "Ham mer". Nachts muss er kegeln können möglichst bis früh um 5.00! Hoheit: "Ham mer". Mindestens 6 Kinder muss er vorweisen können. Hoheit: "Ham mer". Nachdem Hoheit selbst zu allen Anforderungen "Ham mer" erklärt hatte wurden die Anforderungen an die Maharani unter die Lupe genommen.

 Sie muss ihm seine "Opfer" beiderlei Geschlechts höchstpersönlich auf dem Stuhl servieren können. Hoheit: "Hamm mer". Zur Pflege des hochherrschaftlichen Bauches muss Sie Gastronomie-Erfahrung haben: Hoheit: Harn mer". Als letzte Anforderung war Ballett-Ausbildung gefordert. Nachdem Hoheit auch hier das meist benutzte Wort des Abends "Ham mer" überzeugend vorgetragen hatte stand der offiziellen Inthronisation nichts mehr im Wege. Kurt Kupper erklärte, dass die beiden wahrhaftig alle Voraussetzungen haben Maharadscha und Maharani von Rülzheim zu werden. Unter dem tosenden Beifall des Publikums wurde der "Ham mer - Prinz" zum Maharadscha Gerhard dem Sexten, aus dem Geschlecht der Hammer, Bohrer, Weber und Zahnspängler zum neuen Prinzen von Rülzheim gekürt.

Maharani Gabi die Elfte, dem Volk längst aus dem närrischen Haremsballett der KGR bekannt, bezauberte mit ihrem Charme und wollte den fälligen Tempel-Tanz erst beim öffentlichen Krönungsball vorführen. Zuvor hatte sie bereits Ihre Tochter zur Vorfreude auf die kommenden Ereignisse auftreten lassen.

Eine Rock´n-Roll Gruppe der KGR Chef-Trainerin Karin Löhle-Franck legte eine wahrhaft heiße Sohle auf das Parkett und sorgte für Begeisterung. Als Bütten-Redner hatte die KGR den Debütanten Gerd Bauer ins Rennen geschickt, der mit seinem "Sprach-Professor" einen tollen Einstand hatte. Zum ersten mal in der Rülzemer Bütt auch "Mademoisell aus Frankreich" die über ihre Erfahrungen mit dem lieben Gott, Mademoiselle Eva und Monsieur Adam in die Paradies berichtete. Auch dieser Vortrag wurde mit einem tollen Applaus bedacht. Die Mademoiselle wurde auch äußerlich überzeugend dargestellt von der aktiven und attraktiven Garde-Tänzerin Angelika Wolff. Alle Akteure wurden vom Vereins-Vorsitzenden Edi Harder mit seinem Hausorden, einem gebackenen Indischen Elefanten ausgezeichnet. Das Al-Nor Duo machte eine ausgezeichnete Musik zu der man noch lange das Tanzbein schwang.