Nachdem die Elferräte ganz in Westernmanier - seitdem die KGR in der ehemaligen Ranch ihr Vereinsheim bezogen hat, fühlt sie sich als echte Westerntruppe - in zünftiger Kleidung und auf "Steckenpferden" auf die Bühne geritten waren, streifte die Symbolfigur der Rülzheimer Fasenacht, der Rülzheimer Stecher (dargestellt von KGR Vorsitzenden Edi Harder) die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres. Gesundheitsreform, Tiefflüge, Umweltskandale und Olympia waren die Schlaglichter seines Vortrages. TanzpaarZuvor bereits hatte Irene Ortega in einem Eröffnungssketch mit Sitzungspräsident Kurt Kupper einen Cowboy als Mann gesucht und die Juniorengarde einen zackigen Kosakentanz präsentiert, der viel Beifall erhielt, ebenso wie die Jugendgarde bei Ihrem Schautanz als Pizzabäcker. Die süßen Kleinen kamen um eine Zugabe nicht herum.

Von den Sorgen und Nöten eines Gardemädchens musste Silke Mendel zu berichten. "Bei uns in de Garde, do hot man´s nit leicht", war ihr Wahlspruch. Die Garden, der Höhepunkt einer jeden Sitzung, hätten viel Stress durchzustehen, denn gleich nach Aschermittwoch, gehe es los, von da an sei der "Po dauernd am doppse". Wie zwei kleine Wirbelwinde flitzte das Tanzpärchen Simone und Tino Ortega bei ihrem Gardetanz über die Bühne, begleitet von tosendem Beifall des Publikums. Die geforderte Zugabe teilten sie sich mit Nicole Wolff und Valentin Ortega, die eine Parodie eines Tanzpaares gekonnt präsentierten.

Als Putzfrau vom Finanzamt gab Otto Mayer ebenso wie zuvor Silke Mendel ein Neuling in der Rülzheimer Bütt ? so manche Geheimnisse der von jedem so "geliebten Behörde" zum Besten und nahm die Beamten ganz schön auf die Schippe. Die "Chefin vom Putzlumpengeschwader" ließ kein gutes Haar an den Staatsdienern. Die Bänkelsänger Henrik Franck und Michael Johann berichteten musikalisch, was sich in Rülzheim so zugetragen hat, bevor mit dem Tanzmariechen Sandra Gundal ein Augenschmaus ganz besonderer Art das Publikum verzauberte. Auch von ihr wurde eine Zugabe gefordert, wobei sich das Publikum bei einer solchen Forderung sicherlich nicht über die Anstrengung eines Gardetanzes im klaren ist. Die Aktiven sind nach einem solchen Auftritt völlig aus der Puste, eine Zugabe geht an die Grenze ihres Leistungsvermögens.

Bänkelsänger

Mit einem wahren Feuerwerk wurde die zweite Halbzeit eröffnet wobei man sich in eine Sitzung versetzt glaubte. Plötzlich sprang der Funke der, Stimmung aufs Publikum über. Zweifellos der Höhepunkt der Sitzung, war wiederum der Auftritt der Gesangstruppe, die mit ihrer Nummer in jeder Narrenhochburg bestehen könnte. Sie unternahm einen musikalischen Streifzug durch die Weltgeschichte, angefangen bei Adam und Eva über die Römer Asterix und Obelix, die Nibelungen bis hin zur französischen Revolution und die heutige Zeit, endend mit der Vernichtung der Menschheit durch einen Super-GAU. In dieser Gruppe stimmt einfach alles, musikalische Zusammenstellung ( 32 verschiedene Melodien - perfekte Kostümierung 43 Kostümwechsel), schauspielerische Glanzleistungen und gute Stimmen, dazu noch gut ausgewählte Texte machen die Gesangsgruppe zu einem Aushängeschild der Rülzheimer Fasenacht.

Gesansgsgruppe

32 wirbelnde Mädchenbeine versetzten danach das närrische Auditorium mit einen exakten Gardetanz in Begeisterung. Die Stecherparade mit ihrem perfekten Auftritt war wider mal eine Augenweide für den Besucher.

Pälzer Krischer

Mit seiner seit vielen Jahren bekannten Schnodderschnauze brachte Götz König als "Pälzer Krischer" das Publik zum Lachen. Bei seinen Witzen blieb kein Auge trocken. Sitzungspräsident Kurt Kupper nannte ihn mit Recht den ungekrönten König der Rülzheimer Büttenredner.

Stechergarde

Einen närrischen Farbtupfer setzte das Frauenballett mit einem Formationstanz, bevor Günther Dudenhöffer als Boris Becker der Rülzheimer Fasenacht erzählte, wie es auf den Tennisplätzen in aller Welt so zugeht.
"Karneval in Venedig" hieß der Schautanz der Stechergarde, mit den sie die Besucher in zauberhaften Kostümen in den Süden entführten.

Schautanz Vendig

Ursula Wolff und Karlheinz Pfeifer berichteten als zwei Schulkinder von ihrem ersten Schultag, bevor das Männerballett noch einmal richtige "Wildwest" Atmosphäre mit Saloon, Cowboys, Indianern, leichten Saloonmädchen und einer richtigen Schlägerei ins Freizeithaus zauberte.

Männerballett

Mit dem Finale aller Aktiven ging eine, bunte Mischung aus Show und Büttenreden zu Ende, bei der die Roten Husaren unter der Leitung von Michael Döll den musikalischen Ton angaben.