In der bis auf den letzten Platz gefüllten Dampfnudel, vor hervorragendem, von den „Roten Husaren" angefeuertem Publikum, startete die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß „Die Stecher" Rülzheim, unter der Schirmherrschaft Seiner Tollitäten Prinz Karl I. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Uschi I, die 1. Prunksitzung der närrischen Kampagne 1984.

Gleich nach Einmarsch der Uniformierten und der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Pfeifer - zu den Ehrengästen zählten wie auch in den vergangenen Jahren Bürgermeister Helmut Braun und die Freunde der Rülzheimer Fasenacht Walter Heid, Kurt Kuppen und Richard Bahlinger - eröffnete die Kindergarde der KGR mit einem Gardetanz das von Sitzungspräsident Dieter Mendel geleitete 5-Stundenprogramm.

Zum Auftakt der Büttenreden wusste das jüngste KGR-Büttentalent so einiges über ihren Vater als „Möchtegernkoch" zu berichten, eine Schwiegertochter (Gabi Dudenhöfer) ärgerte sich über das „Ehemitbringsel", ihres Mannes und die, von der Rülzemer Fasenacht nicht mehr hinweg zudenkenden Bänkelsänger (Kerner, Brugger, Pfeifer), trugen wieder einmal gekonnt die während des vergangenen Jahres gesammelten Wahrheiten der Gemeinde Rülzheim vor.

Es ging Schlag auf Schlag, die Mädchen der Juniorengarde boten dem närrischen Auditorium mit einem ungarischen Tanz etwas fürs Auge, eine alte Jungfer (Petra Kerner) und ein Rentner (Werner Nuber) beschimpften sich und die beiden Tramps von der Pfalz, Didi und Lui, nahmen sich gegenseitig auf den Arm, bevor ein Gastwirt (Michael Johann), der die Sitzung schon mehrere Male gestört hatte, endlich zu Wort kam.

Mit den Auftritten der beiden KGR-Aushängeschilder erlebten die Gäste der KGR zwei Höhepunkte besonderer Art das elfjährige Gardemariechen Nicole Wolff - beim 13. Pfalzturnier in Bellheim erreichte sie in diesem Jahr unter 15 Teilnehmerinnen einen hervorragenden 6. Platz. und die Seniorengarde - beim gleichen Turnier belegten sie, bei 15 teilnehmenden Garden den Platz 4 - eroberten ihr Publikum auf schwungvolle tänzerische Weise. Beide werden sie von Karin-Milli-Franck trainiert.

Den Startschuss zur zweiten Halbzeit gab das Rot-Weiß-Quartett (Kern, Wollank, Kerner, Pfeifer), gefolgt von einem von Kreuzschmerzen geplagten Kreuzfahrtteilnehmer (Wolfgang Keiber) und einem Hühnertanz der Frauentanzgruppe bevor die Sitzung mit einem Lehrer (Karl-Heinz Pfeifer) und einer kleinen Schülerin (Ursula Wolff), die die Lachmuskeln des tobenden Publikums einschließlich der Elfenräte, die auch von der folgenden Büttenkanone Gottfried Doll nicht geschont wurden, überstrapazierte.

Den Abschluss des Mammutprogramms bildete wie in jedem Jahr das Männerballett, dieses mal sowohl als „alte Turner" als auch als „flotte Aerobic-Girls". An dieser Stelle bedankt sich die Karneval-Gesellschaft Rülzheim bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen, durch deren Hilfe ein Programm wie dieses erst möglich war.