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Auszug ... (1. Teil des Berichtes ist nicht mehr vorhanden)

Seine Aufmachung, noch mit Rasierschaum im Gesicht zur Singstunde hetzend, sowie seine humorvolle Begründung, warum er auch in
diesem Jahr kein Sängerglas erhält, brachten den Saal zum Überkochen. Eine weitere närrische Rakete wurde ihm zum Dank gestartet und mit einem vielstimmigen „Helau" wurde er verabschiedet.
Traditionsgemäß erschien als letzter der Büttenredner der „Vereinschronist" der Einigkeit, dargestellt von Hans Gundal, auf der Bildfläche. Er durchleuchtete bis in die letzten Winkel verschiedene Vorkommnisse des vergangenen Jahres und gab öffentlich die „Schandtaten" der lieben Sängerkameraden preis. Nicht zu fassen, was an Kuriositäten sich jährlich ansammelt und Hans Gundal brachte diese mit soviel Geschick und humoriger Dichtergabe an, daß zur späten Stunde das närrische Auditorium nochmals vor Lachen aus der Fassung geriet. Auch ihm wurde für seine witzige Berichterstattung mit drei kräftigen „Helau's" gedankt.

Gespannt wartete die Gästeschar auf die große Mitternachts-Show mit dem Vorstands-Ballett, für dessen Einstudierung bereits im sechsten Jahr Otto Götz aus Kuhardt sich zur Verfügung stellte. Er ist auch der Ideenlieferant und „Schleifer" der Truppe, die sich ausnahmslos aus Vorstandsmitgliedern zusammensetzt.
Reinhold Miesl, Hans Dreyer, Roland Kupper, Harry Sittinger und Hans Gundal stellten „stramme Matrosen" dar, zu denen sich dem Hafen-Milieu angepaßtangepaßt folgende fünf „Hafendirnen" gesellten: Manfred Schäfer, Erich Weigel, Klaus Baumann, Helmut Stubenrauch und Werner Baumann I. Hinzu kam noch Peter Reichling als „alter Leuchtturmwärter Petersen", der vollendet mit Leuchtturmfeuer und Signalflaggen im Hintergrund die nötigen Impulse gab.
Beim Erscheinen dieser Truppe geriet die Narrhalla vollends aus den Fugen und die armen „Hafenmäuschen" hörten vor lauter Gelächter und Gejohle fast keine Musik mehr, Die schnuckeligen Hafenbienen zeigten, was sie vorzuweisen hatten und umschwänzelten gekonnt ihre Matrosen. Beim gemeinsamen Formationstanz hörte man zwar vereinzelt Bandscheiben knacken und durch hochhackige Stöckelschuhe entstanden die urkomischsten Verrenkungen, doch brachte man den „Leuchtturm-Tanz" doch bravourös über die Bühne. Donnernder Applaus belohnte die fünf Tanzpaare für ihre schweißtreibenden Darbietungen, die nochmals gewaltig an den Lachmuskeln zerrten. „Untersee-Oberbootsmaat" Hans Gundal bedankte sich im Reigen von „Bienen" und Voll-Matrosen beim technischen Leiter des Unternehmens Otto Götz mit einem Weinpräsent und dessen Frau mit einem Blumenstrauß.

Mit gemeinsam gesungenen Matrosenliedern, wobei auf der Bühne und im Saal kräftig mitgeschunkelt wurde, klang das Programm aus. Nochmals brachten alle Mitwirkenden und Besucher der närrischen Singstunde drei donnernde „Einigkeits-Helau" für einen wirklich großartig gelungenen Abend aus, der dann noch mit Tanz seinen Fortgang nahm.
Zusammenfassend sollte noch erwähnt werden, daß ausgezeichnete Vorträge, hochschlagende Stimmungswogen, sehr gute Musik und närrisches Beisammensein die Garanten dieser „närrischen Singstunde" waren!
Erwähnung sollte noch finden, daß Mitglied Max Siebert die ganze Technik des Abends zur Verfügung stellte und immer für den Fall der Fälle greifbar war. Mit einer Flasche hochprozentigem Inhalts wurde ihm hierfür gedankt.
Es war - wieder einmal - Spitze!!!