Narren gaben stets wertvolle Impulse

Mit einer Feierstunde im Rülzheimer Freizeithaus startete die Karnevalgesellschaft Rot-Weiß Rülzheim (KGR) in ihr Jubiläumsjahr. Die Rülzheimer Narren feiern in dieser Kampagne ihr zweimal 11. Bestehen. Die „elf" ist bekanntlich die Zahl der Narren.

Der KGR-Vorsitzende, Karlheinz Pfeifer, zog eine kurze Bilanz der vergangenen 22 Jahre. Die KGR wurde im Jahre 1955 gegründet, nachdem der Radsportverein die erste wirkliche Prunksitzung in Rülzheim veranstaltet hatte, es sich aber zeigte, daß der Karneval nicht als Untergruppe eines anders ausgerichteten Vereins existieren könne. Hans Kaufmann, der damals zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, blieb bis in die heutige Zeit einer der „Motoren" des Rülzheimer Narrenschiffs. Willi Kupper, zum Schriftführer gewählt, übernahm bald das Amt des Sitzungspräsidenten, das er bis heute innehat. Die KGR hatte anfänglich mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, in Rülzheim geeignete „Narren" als Aktive zu finden. Finanzielle Schwierigkeiten kamen hinzu, die sich erst besserten, als die KGR 1967 mit ihren Veranstaltungen in die neu erbaute Schulturnhalle umziehen und einen eigenen Wirtschaftsbetrieb aufziehen konnte.

1976 verlegte sie ihr „Narrenprogramm" ganz ins Freizeithaus. Unter der Führung von Oskar Büchle, der den Verein zehn Jahre leitete und 1975 zurücktrat, etablierte sich die KGR zu einem der größten Vereine Rülzheims. Heute sind von 220 Mitgliedern rund 100 aktiv tätig. Büchles Nachfolge trat Karlheinz Pfeifer an. Bisher waren 21 Prinzen und 19 Prinzessinnen die Repräsentanten des Rülzheimer Karnevals. Für 22 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Willi Kupper und Hans Kaufmann ausgezeichnet. Robert Jantzer, Otto Brugger, Josef Wolff, Berni Johann, Edelbert Deutsch und Karl Schüßler wurden als langjährig aktive Mitglieder geehrt, Alois Fichtenkamm für außergewöhnliche Verdienste.

Bürgermeister Braun würdigte die Verdienste der KGR um die Kulturgemeinde Rülzheim, deren Impulse auch bis zur Verbandskulturgemeinde gelangt seien. Besonders lobte er die Unterstützung der KGR-Techniker bei der Ausstattung des Freizeithauses mit „technischen Raffinese"