Ein buntes Feuerwerk der guten Laune brannten die Narren der Karnevalgeselisehaft Rot-Weiß Rülzheim (KGR) bei der Prunksitzung im fast voll besetzten Rülzheimer Freizeithaus ab. Der Vorsitzende der KGR, Karl-Heinz-Pfeiffer, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter ihnen Landtagsabgeordneter Walter Heid und KGR-Ehrenpräsident Clemens Trumpler-Truiwall.

Zu Ehren der Prinzenpaares, Prinz Hubert I. von Maltesien und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Jenny I. von Figaro, eröffnete die kleine Prinzenigarde die Prunksitzung mit einem Gardetanz. Den Reigen der Narren begann Alois Johann, seit Jahren zum ersten Male wieder in der Bütt. Er stellte sich als Rathausportler vor und pries die Vorzüge und Fähigkeiten dieses wichtigen Berufes. Auch die Ortspolitik nahm Johann aiufs Korn.

Die Schwierigkeiten eines Tapezierers schilderte Eduard Herrmann als geplagter Heimwerker. Inge Gutzier, in diesem Jahr erst zum zweiten Mal im „Narrenkleid", empfahl sich alis neuer Stern am Rülzheimer Narrenhimmel. Sie weihte die Narren in die Geheimnisse einer Hebamme ein und widerlegte die landläufige Meinung, einen aussterbenden Beruf ergriffen zu haben.

Im heiteren Zwiegespräch zwischen einem trinkfreudigen Vater (Wolfgang Keiber) und dessen Sohn (Peter Kuhn) stellte sich letzterer als gutes KGR-Nachwuchstalent vor.

Die Gesangisgruppe der KGR führte die Rülzheimer Narren in das riesige Jagdrevier der einzelnen Jäger ein. Vom Kammerjäger, über den Schürzen- und den Torjäger stellten sie die verschiedensten Jägerarten vor.

Gespannt war man auf den Vortrag von Leimersheims Ortsbürgermeister Hugo Dörrler, der sein Debüt in der Rülzheimer Bütt gab. Als Verbandsgemeindebuttel nahm er die Bildung der Verbandsgemeinden im Allgemeinen und die Rülzheimer Verwaltung im speziellen aufs Korn. Mit verbandspolitischem Witz verstand er es, die Probleme der einzelnen Gemeinden zu durchleuchten.

Klaus Wittmer, ein Mitglied der Karnevalsgesellschaft Offenbach, stellte sich als Gewinner der Fernsehlotterie vor und pries die Vorzüge eines Platzes an der Sonne.

Wolfgang Keiber schauderte den Kummer eines Mannes, dessen Braut sich im Damenfußball engagiert

Einen nochmaligen Höhepunkt brachte ein Streitgespräch zwischen Helene Johann und Petra Kerner, die mit witzigen Pointen die Vorzüge der Berufe ihrer Ehemänner (Hufschmied und Schnapsbrenner) miteinander verglichen.