In Rülzheim sind die tollen Tage angebrochen. Morgen, Sonntag, um 13.31 Uhr startet die Kulturgemeinde in Zusammenarbeit mit der Karnevalsgesellschaft „Rot-Weiß" einen großen Karnevalsumzug mit etwa 15 Wagen und großem närrischem Gefolge. Er steht unter dem Motto „Lachendes Rülzheim" und bietet viele interessante Motive. Überraschungen werden nicht ausbleiben.

Der Zug nimmt am Bahnhof Aufstellung und wird sich durch die Eisenbahnstraße zur Lachgasse, über die Mittlere Ortsstraße zur Alten Mühlgasse, von dort durch die Hintere Grabengasse zur Neuen Landstraße und dann die Mittlere Ortsstraße hoch bis zum Gasthaus „Zum Löwen" bewegen. Vier Musikkapellen, darunter der Rülzheimer Spielmannszug, sorgen für den nötigen Schwung. Nach dem Umzug startet das Rülzheimer Narrenbähnle und verkehrt bis zum Aschermittwoch.

Auch Normalverbraucher werden hier nur erster Klasse verschaukelt. Im alten Schulhaus hat die KGR einen Wirtschaftsbetrieb eingerichtet. Dort können sich die Narren ab Sonntagnachmittag mit Speis und Trank gütlich tun. Über die tollen Tage hinweg finden in vielen Gaststätten Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen sowie Kappensitzungen statt.

Die KGR trifft sich zum Faschingstreiben in ihrem Stammlokal „Zum Löwen". Am Dienstagvormittag um 10 Uhr zieht die Nar¬engilde zum Bürgermeisteramt, wo Helmut noch einige schwere ," Stunden bevorstehen werden. Die gesamte Verwaltung wird in die Narrenhochburg verschleppt. Dem I. Bürgermeister sollen die Gelder überreicht werden, die er zur Erfüllung der gemeindlichen Aufgaben braucht. Ein großer Auftritt ist in der Braunschen Stiftung vorgesehen, wo es bei der Ankunft  Süßigkeiten regnen soll.

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Seit die Narren die Gewalt über Rülzheim haben, stinkt es an allen Ecken vor Geld. Obernarr Oskar Büchle sitzt auf Hunderttausenden von Mark. Der große Schatz wird schon seit Wochen von Leib-Wächtern in nächtelangen Sitzungen scharf bewacht. Trotzdem fühlt sich Oberboß Büchle seines Lebens nicht mehr sicher. Deshalb wird er am kommenden Sonntag das Geld in Hundertmarkscheinen unter die Leute I bringen lassen. Wer etwas von dem Reichtum erhaschen will, muss unbedingt dem Umzug beiwohnen.