Die Karnevalsgesellschaft stürmte gestern das Rathaus. Mit Hilfe von Elferrat, Tollitäten und närrischem Komitee wurden die letzten Barrikaden genommen, und die Verwaltung samt Einnehmerei mit Mann und Maus kassiert. Nachdem sich alles dem Trunk ergeben hatte, begrüßte Oskar Büchle namens der Tollitäten den Untertanen Helmut und seine illustre Gesellschaft. Namens des närrischen Münzkomitees überreichte er ihm einen Kunstdruck mit Rülzheimer Narrenbank, Noten, deren Kurs sehr im Steigen begriffen sei, wie Leserzuschriften es zeigen.

Prinz Peter I. bedankte sich für die Regierungszeit bei Helmut und gab seiner Hoftnung Ausdruck, dass jener ab heute wieder die Regentschaft übernehme. In seiner Erwiderung zweifelte Braun nicht an dem großen Wert des überreichten Geschenks. Er gestand: „Ich bin gar nicht so schön, wie ich aussehe". Das „schön" auf der Banknote sei vor allem dadurch entstanden, dass das „Glatteis" durch den großen Schlapphut entschärft wurde. Wenn gewisse Leute schrieben, dass die neue Rülzheimer Note keinen Pfifferling wert sei, dann könne er nur sagen, dass so kleine Pilze erst gar nicht dagegen eingetauscht würden, denn unter solch kleinen Pilzen seien oft auch giftige dabei.

Obernarr Büchle gab kund, dass er der armen Gemeinde Herxheim 500 Mark zum Neubau des dortigen Hallenbades überreicht habe. Darauf Braun: „Wir werden auch noch die notleidenden Wörther, Bellheimer und Germersheimer unterstützen. Dann brach er auch einen Toast zu Ehren Ihrer Lieblichkeit Ingrid II. aus und meinte zu Prinz Peter I., dass es bald losginge an den Rülzheimer Großbaustellen für eine Narrhalla und ein Hallenschwimmbad usw. Das Geld sei ja nun vorhanden.