In der Rülzheimer Sitzung erfreuten zunächst die „Klingbachlerchen" nach der Begrüßung durch Präsident Erwin Kunz und der Übernahme des Narrenschifisteuers durch Willi Kupper mit einem Lied. In den fast überfüllten „Vikitoria'-Saal zogen dann das Prinzenpaar Anni I. und Gerhard I. ein und wurden mit donnerndem Applaus willkommen geheißen.

prunksitzung-003

 

Konrad Schwab als fahrender Sänger stellte mit humorvollen Weisen und Gitarrenbegleitung den Elferrat vor. Den Reigen in der Bütt eröffnete Alios Johann als Till Eulenspiegel. Till ist bereits zu einer „legendären Figur" der Rüizheimer Fastnachl geworden.

Ihm folgte Hans Kaufmann als "Verkehrssünder". Die Freuden und Leiden der Führerscheinbesitzer wurden hier mit viel Humor beleuchtet. Ludwig Müller aus Rhodt unter Rietburg zauberte als „Der schöne Vincenz" mit Pfälzer Humor Lachen auf die Gesichter. Frei von der Leber weg bombardierte er die Zuhörer mit seinen geistvollen Worten. Auch für ihn wurde eine Rakete gestartet.

Und nun ging es Schlag auf Schlag. Aus Wörth war Frau Rinio als „Hebamme" gekommen. Ihr Vortrag wurde mit viel Beifall belohnt. Die zwei Straßenkehrer (Karl¬heinz Pfeifer und Alois Müller) brachten manchen harten Brocken aus dem dörflichen Geschehen ans Tageslicht. Als Rekrut erfreute Günther Hartenstein, der das Leben der Bundeswehr streifte.

Nach der Pause brachte der Elferrat eine Sensation. Prächtig kostümiert als „Frauen aus aller Weit" wurde er vorgstellt. Von der der Hawaiidame bis zur Geisha aus dem Fernen China war hier alles vertreten. Ihnen folgte Emil Kröber als „Musikklown", der sämtliche Instrumente mit vielen akrobatischen Einlagen spielte. Eine nette Einlage brachten die Mädels von der Prinzengarde.

Eine weitere Attraktion war Stefan Leingang als „Angler". Er zog so manchen fetten Fisch aus dem dörflichen Teich. Nochmals trat Konrad Schwab mit seiner Gitarre auf. Als „Schinanter Junge" hatte er schnell die Lädier auf seiner Seite, die in den Refrain einstimmten. Götz König (Insheim) als „Pfälzer Krischer" rief mit seinem Vortrag wahre Begeisterungsstürme vor.

Schakob und Hannsjörg, Hans Kaufmann und Alois Jobann glossierten das dörfliche Geschehen und wirbelten manchen Staub aus der Mottenkiste auf. Marcel Schuschu (Rheinzabern) als „Schütze Mayer III" schilderte in seinem ausgezeichneten Vortrag das Soldatenleben von Großvaterszeiten bis zur Gegenwart.

Sitzungpräsident Willi Kupper kündigte dann die „Hofsänger" an. In einer 45-Minuten-„Show" gaben sie einen treffenden Querschnitt durch die große und kleine Politik. Mehrmals klang spontaner Beifall auf." Das Liederpotpourri endete mit .So ein Tag". Sie wurden von Erwin Hartenstein am Klavier begleitet. Als Solisten wirkten Herbert Jochim, August Eichhorn und Richard Duttenhöffer.